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Alternative Hafenrundfahrten – Themen-Hafenrundfahrten

Mietpreise   unserer   SchiffeAlternative Hafenrundfahrten oder Themen-Hafenrundfahrten bieten wir im Rahmen von Schiffsvermietungen für Gruppen an. Sie behandeln Fragen, die bei unseren Klassischen Hafenrundfahrten eher am Rande behandelt werden. Diese klassischen Hafenrundfahrten betonen vor allem die Schokoladenseite unseres Hafens, die weltbekannten Attraktionen, die es dort zu sehen gibt und das wunderschöne maritime Flair unseres Hafens.

Alternative Hafenrundfahrten bzw. Themen-Hafenrundfahrten werden die schönen Seiten unseres Hafens nicht auslassen. Denn der Hamburger Hafen ist etwas besonderes: Er gehört zu den größten Seehäfen in Europa . Und wenn wir an Bord einer gemütlichen Barkasse dann einem dieser Giganten der Meere begegnen, Containerschiffe mit 24.000 TEU (Standardcontainer), dann sind das schon besondere Bilderbuchmotive.

Zusätzlich geht es bei diesen alternativen Hafenfahrten dann aber auch um besondere zusätzliche Themen. Alternative Hafenrundfahrten und Themen-Hafenrundfahrten: wir befassen uns dann zum Beispiel mit der Geschichte des Hafens sowie der Hafen- und Werftarbeiter in der Nazi-Zeit. Ein weiteres Thema besteht darin, dass der Hamburger Hafen einer der größten Umschlagplätze für Waffen in Deutschland ist. Bei unserer Hafenrundfahrt ‚Extra Plus‘ geht es außerdem um die Arbeitsbedingungen an den Kaianlagen und vor allem an Bord der sogenannten Billigflaggenschiffe. Durchgeführt haben wir auch schon Hafenrundfahrten, die das besondere Verhältnis zwischen China und dem Hamburger Hafen thematisierten. Oder auch Hafenfahrten, die sich besonders stark mit der bemerkenswerten Geschichte des Hafens seit seiner Gründung 1189 beschäftigen.

Wir können alle diese Themen bei einer privaten exklusiv nur für ihre Gruppe organisieren Hafentour auch miteinander kombinieren. Sie haben die freie Wahl!

Alternative Hafenrundfahrten als antifaschistische Hafenrundfahrt

Alternative Hafenrundfahrt mit Stadtführung verbindenWährend dieser Fahrt werfen wir einen Blick auf Orte des Widerstands in der NS-Zeit. Aber auch der Zwangsarbeit und der Verfolgung im Hamburger Hafen, wie sie in der Nazi-Zeit vorhanden waren. Beispielsweise auf der Großwerft Blohm & Voss wo nicht nur viele Zwangsarbeiter schuften mussten, sondern es auch die größte Widerstandsorganisation gegen die Nazis gab. Die Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe war eine Widerstandsorganisation in der vor allem Mitglieder der KPD, aber auch Sozialdemokraten und Gewerkschafter, aktiv waren. Von 1940 bis 1944. Mit 300 bis 400 Mitgliedern in über 30 Hamburger Betrieben, war sie eine der größten Widerstandsgruppen in Deutschland. Widerstand, politische Aktionen, gab es auch auf der Deutschen Werft und in vielen anderen Hafen- und Werftbetrieben.

Was waren die Motive dieser Widerstandskämpfer, die unter dem Einsatz ihres Lebens kämpften? Wie organisierten sie ihre Arbeit? Was taten sie, um Zwangsarbeitern, die das Regime aus anderen Ländern entführt hatte, zu helfen? Zu den Orten, die wir bei dieser Hafenfahrt anfahren, gehört auch das Lagerhaus G. In diesem waren in der NS-Zeit bis zu 3000 Menschen jüdischer Herkunft eingesperrt, um sie für schwere Zwangsarbeit im Hafen zu mißbrauchen. Eine spannende Tour, die wir meist in Zusammenarbeit mit örtlichen Gedenkstätten organisieren.

Hinweis: Solche Antifaschistischen Hafenrundfahrten können auch mit zusätzlichen Stadtrundgängen verbunden sein. Unser Bild zeigt eine Jugendgruppe aus Dortmund, die zunächst eine Barkassenfahrt startete, bevor es dann mit einem Rundgang zu den Stolpersteinen am Rathaus ging.

Antimilitaristische Hafenrundfahrt

Über den Hamburger Hafen werden jeden Tag viele Tonnen von Kriegsgerät und Munition in die unterschiedlichsten Länder dieser Welt verschifft. Fast 100 Unternehmen sind in Hamburg und drum herum an der Rüstungs- und Waffenproduktion beteiligt. Der Militärisch-industrielle Komplex ist somit aus dem Hamburger Hafen gar nicht wegzudenken. Weit über 1000 Container mit der Tod und Vernichtung bringenden Fracht werden jährlich an den Kaianlagen und den Terminals verladen. Dazu zählen Panzer und Kleinwaffen, Bomben und Kriegsschiffe sowie entsprechende Ersatzteile. Diese werden auch in Länder transportiert, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Diese Hafentour organisieren wir gemeinsam mit Angehörigen aus der Hamburger Friedensbewegung, deren Aktive sich für zivile Alternativen einsetzen. Vielfach wird argumentiert, dass Rüstungsproduktion besonders stabile Arbeitsplätze bringe. Die Konversion entsprechender Bereiche, darunter auch des Kriegsschiffbaus auf Hamburger Werften, führt volkswirtschaftlich aber zu viel nachhaltigeren Effekten.

Hafenrundfahrt Extra Plus: die Arbeit an Bord der Billigflaggenschiffe und an den Kaianlagen, die sozialen Verhältnisse als weiteres Thema für Alternative Hafenrundfahrten

Alternative Hafenrundfahrt als Hafenrundfahrt Extra Plus mit Andreas GrünwaldMit dieser Hafenrundfahrt geht es um die Arbeitsbedingungen an den Kaianlagen und Containerterminals, vor allem aber an Bord der sogenannten Billigflaggenschiffe. Nicht nur deutsche Reedereien lassen über 80 Prozent ihrer Frachtschiffe unter einer solchen Billiflagge fahren. Die Schiffe fahren dann unter der Flagge von Panama, Malaysia oder anderer Länder. Warum? Erstens um Steuern zu sparen, zweitens und vor allem um damit Tarifbestimmungen und das Arbeitsrecht außer Kraft zu setzen. Die Konsequenz: viele der Seeleute arbeiten dann für einen Hungerlohn, um den sie teilweise noch betrogen werden. Wie kann das gelöst werden? Wir berichten von Aktionen der ‚Internationalen Transportarbeiterföderation‘. Denn dieses Problem der Billigflaggenschiffe ist nicht nur ein deutsches, sondern ein international gegebenes Phänomen. Auch die Sicherheit der Schifffahrt auf hoher See ist damit gefährdet.

Doch auch die sozialen Beziehungen im Kernbereich der Hamburger Hafenarbeit geraten zunehmend unter Druck. Der größte Hamburger Hafenbetrieb ist die HHLA, die Hamburger Hafen- und Lagerhausgesellschaft, zu der drei von vier Terminals gehören. Die Arbeit der Hafenarbeiter ist bisher gut vergütet, auch weil sie am Flaschenhals einer riesigen transportwirtschaftlichen Kette arbeiten. Vor allem auch weil sie gut organisiert sind. Doch die Privatisierung nicht nur der HHLA, sondern auch der Hafenflächen, ist inzwischen vorangeschritten. Kopfschmerzen bereitet dabei vor allem, dass die Reederei MSC, die international besonders miese Arbeitsbedingungen aufweist, sich mit einem Anteil von 49,9 Prozent in das bisher städtische Unternehmen eingekauft hat. Was einst ein stabiler Job war, wird somit zunehmend prekärer.

Auch von den Kämpfen und der großen Solidarität unter den Hafenarbeitern werden sie einiges erfahren. Etwa von der Schlacht um Port Package, als die EU die Arbeitsbedingungen in den europäischen Häfen flexibilisieren wollte. Vom »Schlepperkrieg« und von den Aktionstagen der Internationalen Transportarbeiterföderation, bei denen Schiffe nicht entladen werden, die als »Billig-Flaggen« ihre Seeleute ohne einen Tarifvertrag arbeiten lassen.

Alternative Hafenrundfahrten und Themen-Hafenrundfahrten zu weiteren Themen

Der Umschlag im Hamburger Hafen wird immer moderner. Für das Containerterminal Altenwerder (CTA) wurden schon Containerbrücken angeliefert, die künftig auch Schiffe mit einer Länge von bis zu 600 Metern entladen können. Das sind dann Schiffe in einer Dimension, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Auch die Hafenflächen werden modernisiert und ausgebaut. Auf diesen Containerbrücken sitzen dann aber keine Beschäftigten mehr. Die Entladung erfolgt per Computer. Dort am CTA in Altenwerder wirken die Container schon jetzt wie kleine Schuhkartons, die wie von Geisterhand geführt, mit vollautomatisierten Transportfahrzeugen zu den Bahnanlagen gebracht werden. Welche Konsequenzen hat das aber für die Arbeitsbedingungen im Hamburger Hafen?

Ein Containerschiff von China-Shipping-LineWer ist heutzutage der wichtigste Handelspartner für den Hamburger Hafen? Es ist China. Schon 2021 – also noch vor Beginn des Ukraine-Kriegs – war China mit einem Wert von 246 Milliarden Euro zum sechsten Mal hintereinander (!) stärkster Handelspartner Deutschlands. Viele dieser Waren gehen über den Hamburger Hafen als der zentralen Schnittstelle zwischen See- und Landverkehr. Im Jahr 2021 wurden 26 Millionen Tonnen Waren transportiert. Dieser Handel läuft zu 80 Prozent auf dem Seeweg ab. Jeder dritte bis vierte Container der im Hamburger Hafen umgeschlagen wird, hat daher mit China zu tun. Einer der Gründe warum sich COSCO – die größte chinesische Reederei – ebenfalls mit einem Anteil von 24.99 Prozent an einem der vier Terminals eingekauft hat. Das verursacht bei den Hafenbeschäftigten Kopfschmerzen. Andererseits: Ohne den Handel mit China wären viele Arbeitsplätze im Hafen wohl verloren.

Die besondere Geschichte des Hamburger Hafens

Der Hamburger Hafen und seine besondere Geschichte ist ein weiteres Thema für alternative Hafenrundfahrten und Themen-Hafenrundfahrten. Gegründet 1189 am Auslauf der Alster stand er zunächst vor dem Problem, dass ihn kaum ein Schiff anfahren wollte. Dem konnte mit dem sogenannten Stapelrecht durch Kaiser Barbarossa nachgeholfen werden. Dass dieses Dekret freilich in seinen wesentlichen Teilen erst verfasst wurde, nachdem der Kaiser schon 25 Jahre tot war, wird in den Schilderungen beim jährlich gefeierten Hafengeburtstag meist weggelassen … Überhaupt: ein Problem für den Hafen bestand darin, dass der Hauptstrom der Elbe 7-8 Kilometer weiter südlich lag. Wie konnten die Hamburger Kaufleute dieses Problem beseitigen? Welche Bedeutung hatte später die Erweiterung des Hafens nördlich der Elbe? Welche die Speicherstadt, die im 19. Jahrhundert entstand und heute als Weltkulturerbe bekannt ist?

Wie kommen Sie zu einer alternativen Hafenrundfahrt exklusiv für ihre Gruppe?

Bei unseren Alternativen Hafenrundfahrten und Themen-Hafenrundfahrten kombinieren wir diese Themen gern auch miteinander. Da für diese Hafenrundfahrten aber zusätzliche Guides mit an Bord kommen müssen, bitten wir Sie darum Anfragen möglichst frühzeitig zu stellen. Wir reagieren aber selbstverständlich auch auf kurzfristig zugestellte Anfragen.

Bitte nutzen Sie dafür aber bitte nicht unsere Anfrageformulare, sondern stellen Sie ihre Anfrage bitte im Rahmen einer Mail an die folgende Mailadresse:

info@hamburg-news.org

Alternative Stadtrundgänge

Neben unseren alternativen Hafenrundfahrten bieten wir auch besondere Stadtrundgänge zu besonderen Themen an. Eine Übersicht zu diesen finden Sie hier:

Alternative Stadtführungen und Themenrundgänge

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